In deutschen Schlachtbetrieben wurden 2025 rund 746 Millionen Landtiere geschlachtet. Weltweit waren es 2024 fast 88 Milliarden. Und Fische sind in diesen Zahlen noch nicht einmal enthalten.
Ein Schnitzel. Eine Currywurst. Chicken Nuggets. Ein Burger. Für uns ist es eine Mahlzeit: ein paar Minuten Geschmack, Gewohnheit oder Genuss. Für das Tier ist die Konsequenz endgültig.
Aber über welche Dimension sprechen wir eigentlich? Die aktuellen Zahlen zeigen: In Deutschland werden durchschnittlich mehr als zwei Millionen Landtiere pro Tag geschlachtet. Weltweit sind es rund 240 Millionen. Jeden einzelnen Tag.
Und selbst diese gewaltige Zahl zeigt nur einen Teil des tatsächlichen Ausmaßes. Denn Fische werden in den internationalen Statistiken meist nicht als Individuen gezählt, sondern in Tonnen. Auch Tiere, die in der Eier- oder Milchproduktion sterben, bei Seuchen getötet werden, in Tierversuchen eingesetzt werden oder durch Jagd und andere menschliche Aktivitäten sterben, sind in diesen Schlachtzahlen nicht vollständig enthalten.
Deshalb ist eine wichtige Unterscheidung nötig:
Wir wissen ziemlich genau, wie viele Landtiere für die Fleischproduktion geschlachtet werden.
Wie viele Tiere insgesamt durch menschliche Nutzung getötet werden, lässt sich dagegen nicht seriös in einer einzigen exakten Zahl ausdrücken.
Inhalt
- Deutschland: rund 746 Millionen Tiere in einem Jahr
- Und 2026?
- Weltweit: fast 88 Milliarden Landtiere pro Jahr
- Welche Tiere werden weltweit am häufigsten geschlachtet?
- Und dann fehlen noch die Fische
- Wildfang: möglicherweise Billionen Fische pro Jahr
- Aquakultur: weitere Milliarden Tiere
- Auch Krebstiere verschwinden hinter Tonnenangaben
- Warum es keine ehrliche Gesamtzahl gibt
- Aber müssen wir Tiere nicht essen?
- Geschmack gegen Leben
- „Aber wenn das Tier gut gehalten wurde?“
- „Tiere fressen doch auch Tiere“
- „Menschen haben schon immer Fleisch gegessen“
- Es geht nicht darum, Fleischesser zu beschimpfen
- Die eigentliche Frage
- Ein paar Minuten Geschmack. Ein ganzes Leben.
- Datengrundlage und Hinweise
- Quellen
Deutschland: rund 746 Millionen Tiere in einem Jahr
Für Deutschland liegen inzwischen vollständige Zahlen für 2025 vor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in deutschen Schlachtbetrieben rund 697,3 Millionen Geflügeltiere sowie 48,5 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde geschlachtet. Zusammen sind das rund:
745,8 Millionen Tiere im Jahr 2025
Umgerechnet auf einen durchschnittlichen Tag bedeutet das:
Quelle: Statistisches Bundesamt, gewerbliche Schlachtungen 2025. Tagesdurchschnitt aus dem Jahreswert geteilt durch 365.
Während du diesen Absatz liest, werden statistisch bereits Dutzende oder Hunderte Tiere geschlachtet.
Und auch hinter der großen Zahl „Geflügel“ verschwinden einzelne Tiere. Allein 2025 wurden in Deutschland unter anderem etwa 640,2 Millionen Jungmasthühner, 20,7 Millionen Suppenhühner, 27,6 Millionen Puten und 8,3 Millionen Enten geschlachtet.
Hühner machen damit den mit Abstand größten Teil der getöteten Tiere aus. Das ist auch ein Grund, warum die reine Betrachtung der erzeugten Fleischmenge ein verzerrtes Bild liefern kann: Für dieselbe Menge Fleisch müssen wesentlich mehr kleine Tiere sterben als große.
Ein Kilogramm Fleisch ist eine Gewichtseinheit.
Ein Tier ist ein Individuum.
Und 2026?
Die bislang verfügbaren Zahlen für 2026 zeigen keine grundlegende Veränderung. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in deutschen Schlachtbetrieben 343,2 Millionen Hühner, Puten und Enten sowie 23,9 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde geschlachtet. Zusammen sind das innerhalb von sechs Monaten rund 367 Millionen Tiere – durchschnittlich etwa:
2,03 Millionen Tiere pro Tag
Die Größenordnung bleibt also bestehen. Mehr als zwei Millionen Tiere. Jeden Tag. Allein in Deutschland.
InfografikWeltweit pro Tag geschlachtete Landtiere (Datenjahr 2024, FAO / Our World in Data), die Zahlen für Deutschland 2025 und das erste Halbjahr 2026 (Destatis) sowie Schätzungen für Fische und Krebstiere (Mood & Brooke 2024, Fishcount 2022). Zahlen gerundet. Die Tierillustrationen sind KI-generiert.
Weltweit: fast 88 Milliarden Landtiere pro Jahr
Global wird die Dimension noch einmal vollkommen anders. Die neuesten verfügbaren Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) beziehen sich auf das Jahr 2024. Werden die von der FAO erfassten Tierarten zusammengezählt, wurden weltweit etwa
87,9 Milliarden Landtiere
für die Fleischproduktion geschlachtet. Da 2024 ein Schaltjahr mit 366 Tagen war, entspricht das durchschnittlich etwa 240 Millionen Tieren pro Tag:
Quelle: FAO-Daten für 2024, Summe der erfassten Tierarten. Tagesdurchschnitt aus dem Jahreswert geteilt durch 366.
Während eine Sekunde vergeht, werden statistisch also mehrere Tausend Landtiere geschlachtet.
Welche Tiere werden weltweit am häufigsten geschlachtet?
Mit riesigem Abstand stehen Hühner an erster Stelle. Für 2024 weist die FAO unter anderem folgende Größenordnungen aus:
| Tierart | Tiere pro Jahr | durchschnittlich pro Tag |
|---|---|---|
| Hühner | 78,53 Milliarden | 214,6 Millionen |
| Enten | 4,23 Milliarden | 11,6 Millionen |
| Schweine | 1,49 Milliarden | 4,1 Millionen |
| Schafe | 703,9 Millionen | 1,9 Millionen |
| Ziegen | 563,7 Millionen | 1,5 Millionen |
| Puten | 504,1 Millionen | 1,4 Millionen |
| Rinder | 304,7 Millionen | 833.000 |
Hinzu kommen unter anderem Gänse, Kaninchen, Büffel, Pferde und weitere von der FAO erfasste Tiere.
Allein Hühner machen damit den überwiegenden Teil aller für Fleisch geschlachteten Landtiere aus. Mehr als:
214 Millionen Hühner pro Tag.
Oder ungefähr 2.480 Hühner pro Sekunde.
Und dann fehlen noch die Fische
Bei Fischen stoßen solche Statistiken an ein grundsätzliches Problem. Während Schweine, Rinder oder Hühner normalerweise als einzelne Tiere erfasst werden, veröffentlicht die FAO Fang- und Aquakulturmengen überwiegend als Gewicht. Zum Beispiel: „1 Million Tonnen Fisch“.
Aber eine Tonne kann aus wenigen großen Fischen oder aus Tausenden kleinen Fischen bestehen. Deshalb muss die Zahl der getöteten Individuen wissenschaftlich geschätzt werden. Und diese Schätzungen zeigen eine Größenordnung, die selbst die Zahl der geschlachteten Landtiere weit übertrifft.
Wildfang: möglicherweise Billionen Fische pro Jahr
Eine 2024 veröffentlichte wissenschaftliche Untersuchung schätzt, dass zwischen 2000 und 2019 im weltweiten Fischfang durchschnittlich etwa
1,1 bis 2,2 Billionen wild lebende Fische pro Jahr
gefangen wurden. Ausgeschrieben: 1.100.000.000.000 bis 2.200.000.000.000 Fische. Das entspricht rechnerisch grob 3 bis 6 Milliarden Fischen pro Tag.
Dabei handelt es sich ausdrücklich um eine Schätzung und nicht um eine direkte Zählung. Außerdem berücksichtigt diese Zahl beispielsweise nicht sämtliche illegalen oder nicht dokumentierten Fänge, Verluste durch sogenannte Geisternetze oder alle zurückgeworfenen Tiere. Eine scheinbar auf das einzelne Tier genaue Zahl wäre deshalb unseriös.
Die Größenordnung ist trotzdem eindeutig:
Bei wild gefangenen Fischen sprechen wir nicht über Millionen, sondern über Billionen Tiere pro Jahr.
Aquakultur: weitere Milliarden Tiere
Auch die Fischzucht hat inzwischen enorme Dimensionen erreicht. Für 2022 wird die Zahl der für Lebensmittel getöteten Fische aus Aquakultur auf ungefähr 133 Milliarden Tiere geschätzt, mit einer Unsicherheitsbandbreite von etwa 86 bis 181 Milliarden Individuen. Der Mittelwert von 133 Milliarden entspricht rund:
364 Millionen Fische pro Tag.
Und auch hier sind Tiere, die bereits während der Aufzucht sterben, nicht vollständig enthalten.
Die Zahlen von Wildfang und Aquakultur stammen aus unterschiedlichen Datenreihen und Zeiträumen. Sie sollten deshalb nicht einfach zu einer scheinbar exakten weltweiten Tageszahl zusammengerechnet werden. Aber sie zeigen etwas Entscheidendes: Die 240 Millionen täglich geschlachteten Landtiere sind nur ein Teil der Tiere, die für unsere Ernährung getötet werden.
Auch Krebstiere verschwinden hinter Tonnenangaben
Dasselbe Problem betrifft Garnelen, Krebse, Hummer und andere Krebstiere. Für das Jahr 2022 wird allein die Zahl der in Aquakulturen getöteten Krebstiere auf etwa 310 bis 950 Milliarden Tiere geschätzt. Der Mittelwert liegt bei rund:
630 Milliarden Individuen.
Auch diese Tiere tauchen in der Zahl von 87,9 Milliarden geschlachteten Landtieren nicht auf. Je stärker man versucht, tatsächlich Individuen statt Tonnen Lebensmittel zu zählen, desto größer wird die Dimension.
Warum es keine ehrliche Gesamtzahl gibt
Es wäre verführerisch, alle Zahlen zusammenzurechnen und anschließend zu schreiben: „Jeden Tag werden weltweit X Milliarden Tiere getötet.“ Aber wissenschaftlich wäre das problematisch.
Die Daten stammen aus unterschiedlichen Jahren. Sie verwenden unterschiedliche Erfassungsmethoden. Einige Tiere werden als Individuen gezählt, andere nur nach Gewicht. Manche Bereiche beruhen auf vollständigen amtlichen Statistiken, andere auf Hochrechnungen. Und zahlreiche Todesfälle werden überhaupt nicht systematisch erfasst.
Deshalb unterscheiden wir hier bewusst:
- Gut dokumentiert: Schlachtungen von Landtieren.
- Geschätzt: Individuenzahlen bei Fischerei und Aquakultur.
- Nicht vollständig enthalten: weitere durch Tiernutzung verursachte Todesfälle.
Die korrekte Antwort auf die Frage „Wie viele Tiere werden getötet?“ lautet deshalb nicht eine magische Gesamtzahl. Sie lautet:
Sehr viel mehr, als die Schlachtstatistik allein zeigt.
Aber müssen wir Tiere nicht essen?
An dieser Stelle kommt häufig ein entscheidender Einwand: Menschen essen seit sehr langer Zeit Tiere. Fleisch liefert Energie und Nährstoffe. Ist das Töten deshalb nicht schlicht notwendig?
Menschen können Fleisch essen. Daraus folgt logisch aber nicht, dass Menschen Fleisch essen müssen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat ihre Position zur veganen Ernährung 2024 neu bewertet. Für die gesunde erwachsene Allgemeinbevölkerung kann eine gut geplante vegane Ernährung nach Einschätzung der DGE gesundheitsfördernd sein. Voraussetzung sind unter anderem eine zuverlässige Vitamin-B12-Supplementierung und die ausreichende Versorgung mit potenziell kritischen Nährstoffen.
Das bedeutet nicht, dass jede vegane Ernährung automatisch gesund ist. Pommes, Cola und vegane Kekse ergeben ebenfalls keine ausgewogene Ernährung. Es bedeutet aber:
Für gesunde Erwachsene ist Fleisch keine biologische Notwendigkeit.
Und genau damit verändert sich die ethische Frage. Nicht: „Kann der Mensch Tiere essen?“ – natürlich kann er das. Sondern:
Wann ist es gerechtfertigt, ein empfindungsfähiges Lebewesen zu töten, wenn wir es nicht töten müssen?
Geschmack gegen Leben
Viele Menschen mögen Fleisch. Das muss man weder bestreiten noch lächerlich machen. Geschmack ist ein reales menschliches Interesse. Ebenso Gewohnheit, Tradition, Bequemlichkeit, Preis, Kultur.
Aber die Tatsache, dass ein Interesse existiert, sagt noch nichts darüber aus, wie schwer es moralisch wiegt.
Auf der einen Seite
- Geschmack für einige Minuten
- Gewohnheit
- Bequemlichkeit
- Tradition
Auf der anderen Seite
- Das gesamte verbleibende Leben eines Tieres
Das ist die eigentliche Abwägung.
„Aber wenn das Tier gut gehalten wurde?“
Gute Haltungsbedingungen sind besser als schlechte. Mehr Platz ist besser als weniger Platz. Auslauf ist besser als kein Auslauf. Weniger Schmerzen sind besser als mehr Schmerzen. Wer Tierleid reduzieren kann, sollte das tun.
Aber Tierwohl beantwortet zunächst die Frage: Wie lebt ein Tier? Die grundsätzlichere Frage lautet:
Warum töten wir es?
Auch ein Schwein aus besserer Haltung wird geschlachtet. Auch ein Huhn mit Auslauf wird getötet. Auch ein Rind aus ökologischer Landwirtschaft verliert sein Leben.
„Bio“, „Freiland“ oder eine höhere Haltungsstufe können Bedingungen verändern. Sie ändern nicht die Tatsache der Tötung.
„Tiere fressen doch auch Tiere“
Auch dieses Argument taucht regelmäßig auf. Ja: Löwen töten Gazellen. Katzen töten Mäuse. Viele Tiere ernähren sich von anderen Tieren. Aber daraus folgt nichts darüber, was Menschen moralisch tun sollten.
Die logische Struktur wäre: „Etwas kommt in der Natur vor, also ist es moralisch richtig.“ Dieser Schluss funktioniert nicht. In der Natur gibt es schließlich auch Gewalt, Infantizid, erzwungene Paarungen und das Verhungern schwächerer Tiere. Niemand würde daraus menschliche gesellschaftliche Regeln ableiten.
Menschen können ihr Verhalten reflektieren, Folgen abschätzen und Alternativen wählen. Genau daraus entsteht Verantwortung.
„Menschen haben schon immer Fleisch gegessen“
Auch das ist historisch weitgehend richtig. Aber auch hier folgt aus „Menschen haben etwas lange getan“ nicht automatisch „Menschen sollten es weiterhin tun“. Tradition kann erklären, warum wir etwas tun. Sie rechtfertigt es nicht automatisch.
Unsere heutige Entscheidungssituation unterscheidet sich außerdem erheblich von der eines Menschen vor Tausenden Jahren. Wir verfügen über Ernährungswissen, Nahrungsergänzungsmittel, Hülsenfrüchte, Getreide, Gemüse, Nüsse, Tofu, Seitan und eine ständig wachsende Auswahl pflanzlicher Alternativen.
Je besser eine Alternative verfügbar ist, desto schwächer wird das Argument, eine bestimmte Handlung sei notwendig.
Es geht nicht darum, Fleischesser zu beschimpfen
Die meisten Menschen essen Tiere nicht, weil sie Tiere leiden sehen wollen. Sie essen Fleisch, weil es gesellschaftlich normal ist. Weil sie damit aufgewachsen sind. Weil die Familie es so gemacht hat. Weil es überall verkauft wird. Weil Werbung daraus Genuss macht. Weil man über das Tier hinter dem Produkt kaum nachdenken muss.
Ein „Schnitzel“ klingt anders als ein Stück des Körpers eines getöteten Schweins. „Geflügelproduktion“ klingt anders als 697 Millionen einzelne Tiere.
Statistiken können Tiere ebenfalls unsichtbar machen. Millionen. Milliarden. Billionen. Irgendwann werden Zahlen abstrakt.
Aber jedes einzelne dieser Tiere war kein statistischer Bruchteil. Es war ein Lebewesen.
Die eigentliche Frage
Man muss Tiere nicht mit Menschen gleichsetzen, um ein Problem zu erkennen. Man muss auch nicht behaupten, dass ein Schwein, ein Huhn und ein Mensch denselben moralischen Status besitzen. Es reicht, einem Tier überhaupt einen ernstzunehmenden eigenen Wert zuzugestehen.
Dann entsteht eine Abwägung:
Unser Interesse
- Geschmack
- Tradition
- Gewohnheit
- Bequemlichkeit
Das Interesse des Tieres
- Weiterzuleben
- Leid zu vermeiden
Und wenn eine realistische Alternative existiert, wird es zunehmend schwierig, das Töten eines empfindungsfähigen Lebewesens ausschließlich mit Genuss oder Gewohnheit zu rechtfertigen.
Ein paar Minuten Geschmack. Ein ganzes Leben.
2025 wurden allein in Deutschland rund 746 Millionen Landtiere geschlachtet. 2024 waren es weltweit fast 88 Milliarden, rund 240 Millionen pro Tag. Dazu kommen Fische, deren Zahl nicht einmal direkt erfasst wird und bei denen wissenschaftliche Schätzungen in die Billionen pro Jahr reichen.
Diese Zahlen beantworten nicht jede ethische Frage. Aber sie zeigen ihre Dimension.
Veganismus bedeutet deshalb nicht, so zu tun, als könne ein Mensch vollkommen ohne Auswirkungen auf andere Lebewesen leben. Das ist unrealistisch. Es geht um etwas viel Praktischeres:
Leid und Töten dort zu vermeiden, wo wir eine zumutbare Alternative haben.
Vielleicht sollten wir deshalb weniger darüber diskutieren, ob Tiere ein bisschen mehr Platz bekommen. Und häufiger über die Frage sprechen, die davor kommt:
Warum sollte ein Tier sterben, wenn es nicht sterben muss?
⚠️ Selbst prüfen empfohlen
Prüfe die Aussage mit Suche, Gegenargumenten und belastbaren Quellen.
Prüfe diese Behauptung neutral: In Deutschland wurden 2025 rund 745,8 Millionen Landtiere geschlachtet, weltweit 2024 rund 87,9 Milliarden. Für Fische aus Wildfang werden 1,1 bis 2,2 Billionen Tiere pro Jahr geschätzt. Untersuche, ob diese Zahlen korrekt berechnet und aktuell sind, welche Quellen zugrunde liegen und ob es alternative Berechnungen oder Kritik an der Darstellung gibt.
Datengrundlage und Hinweise
Stand dieses Artikels: 5. September 2026.
Für Deutschland wird für den Jahresvergleich das vollständige Datenjahr 2025 verwendet. Die Zahlen für das erste Halbjahr 2026 dienen zur Einordnung der aktuellen Entwicklung. Destatis meldete für 2025 rund 48,5 Millionen geschlachtete Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 697,3 Millionen Geflügeltiere. Für das erste Halbjahr 2026 wurden 23,9 Millionen beziehungsweise 343,2 Millionen Tiere gemeldet.
Die weltweiten Zahlen für Landtiere beziehen sich auf das aktuellste vollständige FAO-Datenjahr 2024. Faunalytics summiert die verfügbaren FAO-Kategorien auf 87.896.729.120 geschlachtete Landtiere. Die Aufschlüsselung nach Hühnern, Enten, Schweinen, Schafen, Ziegen, Puten und Rindern basiert auf FAO-Daten, die von Our World in Data aufbereitet werden.
Für wild gefangene Fische existieren keine vergleichbar vollständigen Individuenzählungen. Eine peer-reviewte Studie schätzt für die Jahre 2000 bis 2019 durchschnittlich 1,1 bis 2,2 Billionen wild gefangene Fische jährlich. Nicht dokumentierte Fänge, Discards und Ghost Fishing sind dabei nicht vollständig berücksichtigt.
Für Aquakultur schätzt Fishcount für 2022 etwa 133 Milliarden getötete Fische mit einer Bandbreite von 86 bis 181 Milliarden. Für gezüchtete Krebstiere werden für dasselbe Jahr etwa 630 Milliarden Tiere als Mittelwert einer Bandbreite von 310 bis 950 Milliarden angegeben.
Die Aussagen zur veganen Ernährung beziehen sich auf die 2024 aktualisierte Position der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Die DGE hält eine gut geplante vegane Ernährung für gesunde Erwachsene unter anderem bei zuverlässiger Vitamin-B12-Supplementierung und ausreichender Versorgung kritischer Nährstoffe für eine mögliche gesundheitsfördernde Ernährungsweise.
Quellen
- Statistisches Bundesamt: Fleischproduktion im Jahr 2025 nahezu unverändertPressemitteilung zu den Schlachtzahlen 2025
- Statistisches Bundesamt: Fleischproduktion im 1. Halbjahr 2026Pressemitteilung vom 7. August 2026
- Statistisches Bundesamt: GENESIS-Online, GeflügelschlachtungenTabelle 41322-0001, Aufschlüsselung nach Geflügelarten
- Our World in Data: Animals slaughtered for meatFAO-Daten bis 2024, Aufschlüsselung nach Tierarten
- Faunalytics: Global Animal Slaughter Statistics & Charts, Update 2026Auswertung der weltweiten FAO-Schlachtzahlen
- Mood & Brooke: Estimating global numbers of fishes caught from the wild annually from 2000 to 2019Peer-reviewte Studie, 2024
- Fishcount: Updated farmed fish & crustacean estimatesSchätzungen zu Fischen und Krebstieren aus Aquakultur
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Neubewertung der Position zu veganer ErnährungPosition 2024, inklusive Hinweis zur B12-Supplementierung

















